Tattoo-und Piercingversicherung - Kann man vorab testen, ob man auf eine Tattoofarbe allergisch ist?

Kann man vorab testen, ob man auf eine Tattoofarbe allergisch ist?

Tattoo und Piercing Versicherung - Uwe Redler
Von Uwe Redler
Veröffentlicht am 20.11.2013

Die Aufregung vor der ersten Tätowierung ist meist groß. Viele Fragen schießen durch den Kopf.

  • Wird es weh tun?
  • Wie lang wird es dauern?

Aber auch die Frage, ob eventuell eine Allergie besteht, beschäftigen Tattoo-Neulinge. Wie ist das eigentlich?

Kann man vorab testen, ob man auf eine Tattoofarbe allergisch ist?

Ja, man kann. Und zwar in Form eines Allergietests beim Arzt. Wichtig ist hier vor allem Ehrlichkeit. Hingehen, um einen Allergietest bitten und sagen, dass der Grund eine Tätowierung ist. Natürlich kann es sein, dass der Arzt einem sowieso davon abraten wird. Aber diese vielleicht kleine Belehrung oder Diskussion nimmt man gern in Kauf, erspart man sich dafür eventuelle spätere allergische Reaktionen.

Der Allergietest erfolgt meist als Pricktest. Das heißt, die Allergene werden auf die Haut aufgetreten. Ein Kontakttest sozusagen. Nach einiger Zeit erfolgt eine Reaktion (= Allergie) oder eben auch nicht (= keine Allergie).

Oft kursiert auch das Gerücht, man könnte durch ein kleines Punkt-Tattoo vorab testen, ob man auf die Farbe allergisch ist. Klar, das wäre eine Möglichkeit. Aber mal ehrlich: was, wenn wirklich eine Allergie vorliegt? Dann wird auch auf den Punkt reagiert. Und dieser ist nun mal ein Tattoo und verbleibt somit in der Haut. Bei einer Allergie nicht wirklich sinnvoll, oder?

Wie äußert sich eine Tattoo-Allergie?

Zu allererst muss man wissen, was eine Allergie überhaupt ist. Eine Allergie ist eine (Abwehr-)Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe.

Die Symptome einer Allergie auf Tattoo-Farbe sind vielfältig. Und wichtig zu wissen: die Symptome müssen nicht direkt im Bereich der Tätowierung auftreten. Und auch nicht direkt um den Stechtermin herum.

Vielmehr kann die Allergie überall am Körper und vor allem jederzeit auftreten. Auch noch Jahre später. Der Grund dafür ist schlichtweg, dass der Körper oft auch erst mit der Zeit auf bestimmte Stoffe sensibilisiert wird. Und dementsprechend erst spät mit einer Allergie reagiert.

Allergie-Symptome können sein:

  • Übelkeit nach dem Tätowieren
  • Fieber nach dem Tätowieren
  • starke Rötungen
  • Juckreiz, welcher überall am Körper auftreten kann
  • Bläschen und Pusteln im Bereich des Tattoos
  • verzögerte Heilung
  • im schlimmsten Fall: allergischer Schock

Tattoo-Allergie bei bereits vorhandenem Tattoo – was tun?

Doch was, wenn die Tätowierung bereits gestochen wurde und sich danach eine Allergie zeigt? Der erste Weg sollte dann zum Hautarzt führen. Nur er kann die schwere der Allergie einschätzen und Lösungen präsentieren. Die eventuell auch die Entfernung des Tattoos beinhalten.

Allergie = kein Tattoo?

Bedeutet das nun, dass Allergiker sich nicht tätowieren lassen können? Nein, nicht unbedingt. Doch sollten sie besonders vorsichtig sein.

Wichtig ist, vorab zu klären, auf welche Stoffe genau man allergisch reagiert. Der nächste Schritt ist ein ausführliches Gespräch mit dem Tätowierer. Denn er kennt die Inhaltsstoffe seiner Farben – oder sollte es zumindest tun. So kann gemeinsam mit dem Tattookünstler nach unbedenklichen Farben gesucht und so ein Weg zum Wunschtattoo gefunden werden.

Ein guter Tätowierer fragt übrigens auch schon von selbst vor dem Tätowieren nach etwaigen Allergien.

Achtung!

  • beim Allergietest und Gespräch mit dem Tätowierer auch Kreuzallergien berücksichtigen
  • für Allergiker besteht ein erhöhtes Risiko, irgendwann auch auf bisher unbedenkliche Farben zu reagieren

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Geschrieben von Uwe Redler
Uwe W. Redler hat sich auf den Bereich Tätowierer- und Piercerversicherungen spezialisiert. Die Leidenschaft des Körperschmucks und die jahrelange Erfahrung im Versicherungsbereich haben ihn auf die Idee gebracht, dieses zu verbinden.

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