Was tun? Narbe ruiniert das Motiv des Tattoos

Die Tätowierung, oft der ganze stolz des Tattoo-Fans. Kein Wunder, hat man doch Geld und (Tattoo-)Schmerz in den Körperschmuck gesteckt. Umso ärgerlicher, wenn nach einem Versehen oder gar einem Unfall eine Narbe das Tattoo-Motiv ruiniert.

Was tun, wenn eine Narbe das Motiv der Tätowierung ruiniert?

Eine Narbe, mitten durch das Tattoo. Nun ist guter Rat teuer. Kann das Motiv überhaupt gerettet werden?

 

Die Antwort lautet hier: kommt darauf an. Auf was? Vor allem auf die Ausmaße der Narbe. Und darauf, wie groß und wulstig sie denn ist.

 

An sich kann ein guter Tätowierer das Tattoo retten. Du solltest Dir aber von vornherein bewusst sein, dass dies nicht immer und nicht bei jeder Narbe möglich ist.

 

Wichtig ist, einen Tattoo-Künstler mit Erfahrung in diesem Bereich zu finden. Denn das Tätowieren von Narben ist an sich schon schwer genug. Dies dann auch noch in einem bereits bestehenden Tattoo zu machen, um das Motiv zu retten, grenzt je nach Narbenintensität an eine fast unlösbare Aufgabe.

 

Der einzig richtige Weg ist, in ein Tattoo-Studio zu gehen und dem Tätowierer Deines Vertrauens die vernarbte Körperkunst zu zeigen. Nur er kann wirklich einschätzen, ob Dein Motiv zu retten ist.

 

Was Du im Vorfeld tun kannst: pflege die Tätowierung und die Narbe. Je besser gepflegt, desto besser der Zustand der Haut. Und desto besser lässt sich darauf tätowieren. Aber auch hier gilt: sprich mit dem Tätowierer. Er kann Dir sicher gute Pflegemittel dafür empfehlen und hat auch sicherlich sonst noch einige hilfreiche Tipps parat.

 

Wenn das Motiv nicht mehr zu retten ist

Sicher kann es auch passieren, dass das Motiv nicht mehr zu retten ist, obwohl über die Narbe tätowiert werden könnte. Dies kann zum Beispiel bei gestochenen Wörtern oder Sätzen passieren oder auch bei Portrait-Tattoos.

 

In so einem Fall wäre es sinnvoll, über ein Cover-Up mit einem völlig neuen Motiv nachzudenken. Natürlich kann es vorkommen, dass die Narbe immer ein wenig zu sehen bleibt. Doch fällt sie bei einem Cover-Up weit weniger auf, als bei einem nur unzulänglich gefixtem Tattoo mit dem bisherigen Motiv.

 

Wenn Tätowieren an der geschädigten Stelle überhaupt nicht möglich ist

In seltenen Fällen kann es natürlich auch passieren, dass Dein Tatoomotiv nicht mehr zu retten ist.

In diesem Fall hast Du zwei Möglichkeiten:

  • Akzeptieren, wie es ist
  • ein Cutting

 

Akzeptieren, wie es ist – So wie eine Tätowierung, ist auch eine Narbe ein Teil Deiner Geschichte. Du kannst lernen, sie – selbst in einem dadurch ruinierten Tattoo – anzunehmen. Vielleicht sieht Deine Tätowierung durch die Narbe nicht mehr so schön aus, aber sie ist dadurch noch besonderer geworden. Noch einzigartiger. Und das Tattoo mit der Narbe wird Dich immer daran erinnern, wie viel Glück Du hattest, dass nicht mehr passiert ist, als nur eine Narbe im Tattoo.

 

Ein Cutting – Du kannst die tattooruinierende Narbe nicht akzeptieren? Dann solltest Du Dich eventuell über das Thema Cutting informieren. Bei einem Cutting werden Narben sozusagen bewusst herbeigeführt. Und dies mit künstlerischer Intention. Die Cutting-Narben sind nicht einfach nur Narben, sie sind Körperkunst in Mustern. Durch Cutting könntest Du Deine Narbe umgestalten lassen. Z. B. durch ein hinzugefügtes Cutting-Muster. So sieht die Narbe gewollt aus und ergibt zusammen mit dem restlichen Tattoo-Motiv eine völlig neue Körperschmuck-Kreation.

 

Achtung! Hände weg von Do-it-yourself!

Spiele niemals selbst an Deiner Narbe herum und lass die Finger von diversen Narben-Verschwindetricks aus dem Internet. Die meisten davon machen das Narben-Tattoodesaster noch schlimmer, anstatt zu helfen. Nur durch die professionelle Hilfe eines Arztes und durch einen erfahrenen Tätowierer oder ggf. Cutter erhältst Du ein Ergebnis, das Dir gefallen wird.

 

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Über Uwe W. Redler
Uwe W. Redler hat sich auf den Bereich Tätowierer- und Piercerversicherungen spezialisiert. Die Leidenschaft des Körperschmucks und die jahrelange Erfahrung im Versicherungsbereich haben ihn auf die Idee gebracht, dieses zu verbinden.
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