Wie man ein Zungenpiercing richtig pflegt

Pflege eines Zungenpiercings

Ein Piercing ist eine feine Sache, an dem man in der Regel lange seine Freude hat. Damit dem so ist, bedarf es einer absolut hygienischen und kompetenten Durchführung des Stechens. Aber auch die Pflege des Zungenpiercings spielt eine große Rolle.

Wie man ein Zungenpiercing richtig pflegt

Vor allem in der Zeit nach dem Stechen bedarf das Zungenpiercing einer intensiven Pflege. Dazu gehören Dinge wie der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel und Genussmittel wie auch Mundspülungen und einiges mehr.

  • Schonen
  • Körperflüssigkeiten
  • Lebensmittel
  • Genussmittel
  • Pflegemittel

 

Schonen

Vor allem direkt nach dem Stechen und so lange die Zunge noch geschwollen ist, zählt Schonung zum A und O einer guten Heilung. Stundenlang reden? Mit einem neuen Zungenpiercing lieber nicht.

 

Körperflüssigkeiten

Körperkontakt ist etwas Schönes. Wer liebt es nicht, zu küssen. Doch Vorsicht! Für ein frisches Zungenpiercing können Küsse gefährlich sein. Schließlich tauscht man dabei nicht nur Zärtlichkeit, sondern auch Keime miteinander aus. Infektionen und Entzündungen können die Folge sein.

 

Genauso verhält es sich übrigens bei Oralverkehr. Dieser ist – ebenso wie küssen – während der Abheilzeit des Zungenpiercings tabu.

 

Lebensmittel

Abgesehen davon, dass das Essen in der ersten Zeit nach dem Stechen des Piercings etwas schwierig sein könnte, sollte auf einige Nahrungsmittel besser verzichtet werden. Dazu zählen Milchprodukte sowie Lebensmittel und Getränke mit hohem Säuregehalt wie beispielsweise Obst und Cola.

 

Genussmittel

Auch Zigaretten und Alkohol können die Wundheilung negativ beeinflussen und sie verlangsamen. Aus diesem Grund sollte auf Alkohol und Zigaretten in dieser Zeit definitiv verzichtet werden.

 

Pflegemittel

Zu den Pflegemitteln bei Zungenpiercings gehören Mundspüllösungen. Hier wird Dir der Piercer sicherlich ein geeignetes Mittel empfehlen, wie beispielsweise Prontolind. Doch es gibt auch diverse Hausmittelchen.

 

 

Du siehst, Zungenpiercing-Pflege ist mehr, als einfach nur den Mund ausspülen. Neben den eben genannten Punkten solltest Du auch beachten, dass Speisen und Getränke weder zu heiß noch zu kalt sind. Und auch von scharfen Speisen solltest Du die ersten Wochen die Finger lassen. All dies reizt die Wunde und kann die Wundheilung verzögern.

 

Vergiss nicht, nach dem Essen den Mund gründlich auszuspülen. So entfernst Du Essensreste, die sich vielleicht am Piercing angeheftet haben.

 

Hausmittelchen zur Zungenpiercing-Pflege

Es gibt zahlreiche Hausmittelchen, die dem Zungenpiercing beim Abheilen helfen.

  • Eiswürfel
  • Kamillentee
  • Salbeitee

 

Eiswürfel – Nach dem Stechen des Piercings schwillt die Zunge an. Das ist völlig normal. Die Schwellung wird einige Tage anhalten. Um das Anschwellen möglichst gering zu halten, empfiehlt sich das Lutschen von Eiswürfeln.

 

Kamillentee und Salbeitee – beide Teesorten eignen sich sehr gut zur Pflege des Zungenpiercings. Aber Achtung! Getrunken sollten die Tees nur kalt werden. Heiße Getränke können sich negativ auf den Heilungsverlauf auswirken. Kamille und Salbei wirken beide beruhigend auf die Wunde. Salbei hat zudem eine antibakterielle Wirkung.

 

Extra-Tipp: Eiswürfel aus Kamillen- oder Salbeitee! Dazu einfach den entsprechenden Tee aufkochen, abkühlen lassen, in Eiswürfelbehälter füllen und einfrieren. So erhältst Du erfrischende Eiswürfel mit Geschmack zum Lutschen, die zudem noch gesund sind.

 

Ein weiterer Tipp: die Schlafposition. Solange die Zunge geschwollen ist, solltest Du versuchen, mit erhöhter Kopfposition zu schlafen. So wird ein verstärktes Anschwellen während der Nacht verhindert. Doch Vorsicht, nicht jeder Mensch kommt mit so einer Schlafposition zurecht. In manchen Fällen können sich Nackenschmerzen und Verspannungen einstellen.

 

Das Zungenpiercing und der Schmuck

Auch der richtige Schmuck gehört zur Zungenpiercingpflege. Der typische Piercingschmuck des Zungenpiercings ist der Barbell. Ein Stab mit jeweils einer Kugel an beiden Enden.

 

Als Ersteinsatz verwendet der Piercer einen Barbell mit langem Stab. Dies ist aufgrund der nach dem Stechen einsetzenden Schwellung nötig.

 

Nach rund 2 Wochen sollte die Zunge abgeschwollen sein und ein kürzerer Barbell kann eingesetzt werden. So wird einer Schädigung der Zähne vorgebeugt.

 

Dieser erste Schmuckwechsel sollte unbedingt vom Piercer durchgeführt werden. Schließlich befindet sich das Piercing zu diesem Zeitpunkt noch in der Heilphase, welche bis zu 6 Wochen dauern kann.

 

Ein Vorteil des Schmuckwechsels durch den Piercer: er kann dabei gleich den Heilungsverlauf kontrollieren.

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Über Uwe W. Redler
Uwe W. Redler hat sich auf den Bereich Tätowierer- und Piercerversicherungen spezialisiert. Die Leidenschaft des Körperschmucks und die jahrelange Erfahrung im Versicherungsbereich haben ihn auf die Idee gebracht, dieses zu verbinden.
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