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Krankenversicherung

Tätowierer, Piercer und Tattooentferner

Krankenversicherung für Tätowierer

Obwohl selbstständig und künstlerisch tätig, kannst Du Dich als Tätowierer nicht über die Künstlersozialkasse versichern. Somit bleibt Dir nur die Wahl zwischen

  • freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse

  • private Krankenversicherung

Doch wie sollst Du Dich entscheiden?

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung orientieren sich an Deinem Einkommen. Alle Einnahmen bis zu 4.350,- Euro (Beitragsbemessungsgrenze) sind beitragspflichtig. Alles, was Du über die Beitragsbemessungsgrenze hinaus verdienst, ist beitragsfrei.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung gilt:

  • wer wenig verdient, zahlt wenig

  • wer viel verdient, zahlt viel

Einmal pro Jahr fordert die gesetzliche Krankenkasse einen Nachweis über Dein tatsächliches Einkommen. Auf dieser Grundlage wird Dein Beitrag berechnet. Dieser ist übrigens – abhängig von Deinem Einkommen – stets gleich. Egal wie alt oder wie gesund/krank Du bist.

Ein Vorteil der GKV ist definitiv die Familienversicherung. Familienmitglieder, die nur ein geringes oder gar kein Einkommen haben, kannst Du kostenlos mitversichern.

Der wohl größte Unterschied zwischen GKV und PKV findest sich im Leistungsspektrum. Hier kann die gesetzliche Krankenversicherung mit der privaten Krankenversicherung nicht mithalten.

Gesetzlich Versicherte sind zudem bei der Arztwahl beschränkt. Die GKV übernimmt nur Rechnungen von Kassenärzten. Auch alternative Heilmethoden werden von der gesetzlichen Krankenversicherung meist nicht übernommen. Ein Einzel- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus? Gerne, aber nur, wenn Du es selbst bezahlst.

Kurz gesagt: die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt nur, was als medizinisch notwendig und sinnvoll angesehen wird. Krankenversicherung für Tätowierer

Tätowierer, ein Beruf, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Kein Wunder, denn als Tätowierer bist Du nicht einfach nur jemand, der Farbe auf die Haut bringt. Du bist Künstler, Handwerker und so vieles mehr. Für manchen Kunden sogar irgendwie ein Therapeut.

Als Tattoo-Artist bist Du selbstständig und arbeitest im künstlerischen Bereich. Trotzdem ist eine Krankenversicherung über die Künstlersozialkasse für Dich nicht möglich. Aber wie dann versichern? Gesetzlich? Oder doch lieber privat?

Krankengeld? Gibt es auch für Selbstständige bei der GKV. Allerdings nur, wenn Du Dich zu einem höheren allgemeinen Tarif versichert hast. Das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung bekommst Du ab dem 43. Tag der Erkrankung. Die Zeit bis dahin? Stehst Du ohne Einkommen da. Außer, Du hast eine Zusatzversicherung für diesen Fall abgeschlossen.

Die gesetzliche Krankenversicherung im Kurzüberblick:

PRO

  • kostenlose Familienmitversicherung

  • bei geringem Gehalt günstig

CONTRA

  • Beitrag einkommensabhängig

  • geringes Leistungsspektrum

  • Krankengeld ab dem 43. Tag bei entsprechendem Tarif

Die private Krankenversicherung (PKV)

Die privaten Krankenversicherungsbeiträge orientieren sich nicht an Deinem Einkommen, sondern Versicherungsrisiko. Also an den Faktoren

  • Alter

  • Gesundheitszustand

  • Tarif

  • Selbstbehalt

Mit dem günstigen Einsteigertarif deckst Du das Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenkasse ab. Dein Einkommen steigt? Du möchtest bessere Leistungen? Kein Problem, Du hast jederzeit die Möglichkeit in einen besseren Tarif zu wechseln. Einziger Haken: die erneute Gesundheitsprüfung.

Gesundheitsprüfung? Bevor die private Krankenversicherung Dich aufnimmt, ist eine Gesundheitsprüfung Pflicht. Dabei wirst Du nach Vorerkrankungen und Deiner gesundheitlichen Historie gefragt.

Vorerkrankungen erhöhen für die PKV das Versicherungsrisiko. Die Folge: Risikoaufschläge oder die Aufnahmeverweigerung in die private Krankenversicherung.

Einzige Ausnahme: der Basistarif. Hier erfolgt keine Gesundheitsprüfung. Aber dafür ist das Leistungsspektrum nicht besser als das der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die PKV verlangt für jedes Familienmitglied einen eigenen Versicherungsvertrag. Mit demensprechenden Kosten.

Für jede Situation der richtige Tarif

Ob Krankentagegeld, Chefarztbehandlung oder höhere Zuschüsse zu Zahnersatz und Brille. Die private Krankenversicherung bietet für jeden die richtigen Leistungen. Und die Möglichkeit, sich diese individuell zusammenzustellen. Das ist einer der vielen Vorteile der PKV.

Aber Achtung! Als privat Krankenversicherter musst Du Arztkosten etc. zuerst aus eigener Tasche zahlen und dann die Rückerstattung durch die PKV beantragen.

Während es bei der gesetzlichen Krankenversicherung das Krankengeld erst ab dem 43. Krankentag gibt, kann bei der PKV der Zahlungsbeginn des Krankengelds frei vereinbart werden. Ebenso die Krankengeldhöhe.

Von Selbstbeteiligung und Beitragsrückerstattung in der PKV

Die private Krankenkasse bietet Dir die Möglichkeit, einen bestimmten Selbstbehalt zu vereinbaren. Du zahlst zwar die medizinischen Behandlungskosten bis zu einem bestimmten Jahresbeitrag selbst, sparst aber dennoch Geld.

Denn: je höher der Selbstbehalt, desto niedriger der Versicherungsbeitrag!

Auch eine angenehme Variante: Die Beitragsrückerstattung. Diese bieten manche Versicherungen anstelle des Selbstbehalts an. Vorgesehen ist dabei eine Erstattung von bis zu vier Monatsbeiträgen.

Die private Krankenversicherung im Kurzüberblick:

PRO

  • einkommensunabhängige Beiträge

  • individuelle Leistungen

  • großes Leistungsspektrum

  • freie Vereinbarung von Höhe und Zahlungsbeginn von Krankengeld

CONTRA

  • Gesundheitsprüfung

  • Vorkasse aus eigener Tasche

  • keine kostenlose Familienmitversicherung

  • mit dem Alter steigende Beiträge

Krankenversicherung und Arbeitslosigkeit

Solltest Du, aus welchen Gründen auch immer, Deine selbstständige Tätigkeit als Tätowierer aufgeben und arbeitslos werden, gibt es die Krankenversicherung betreffend etwas, das Du wissen solltest.

  • Arbeitslos + gesetzliche Krankenversicherung = kein Problem

  • Arbeitslos + private Krankenversicherung = wichtige Besonderheit

Trittst Du als gesetzlich Krankenversicherter in die Arbeitslosigkeit ein, wirst Du keinerlei Probleme haben. Denn dann bist Du ganz normal über den Leistungserbringer, also die Agentur für Arbeit etc., versichert.

Bist Du bei Arbeitslosigkeit allerdings privat versichert, sieht die Sache ganz anders aus. Denn Du kannst nicht einfach so zurück in die gesetzliche Krankenversicherung.

Das bedeutet: auch während der Arbeitslosigkeit musst Du selbst die Beiträge zur privaten Krankenversicherung bezahlen. Und bekommst diese auch nicht vom Amt erstattet.

Ein harter finanzieller Brocken im Falle von Arbeitslosigkeit. Doch es gibt zwei Möglichkeiten, diese finanzielle Belastung zu minern.

  • Beantragung von Zuschuss zur privaten Krankenversicherung

  • Wechsel in den Basistarif der privaten Krankenversicherung

Der Basistarif orientiert sich an den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen und ist der günstigste Tarif der PKV.

Solltest Du nach der Arbeitslosigkeit in eine Angestelltentätigkeit wechseln, kannst Du ohne Probleme in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, wenn Du das möchtest.

Fazit

Die optimale Versorgung im Krankheitsfall ist ein wichtiger Aspekt im Leben als selbstständiger Tätowierer. Welche Krankenversicherungsform für Dich die beste ist? Da spielen viele Faktoren eine Rolle.

Damit Du bei den vielen Informationen und Besonderheiten nicht den Überblick verlierst, stehen wir Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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